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Mein Standort Mein Exotengarten

Mit Kenntnis des Makro- und Mikroklimas im eigenen Garten läßt sich aufgrund der Bedürfnisse der ausgepflanzten Exoten der jeweils optimale Standort im Garten ermitteln. Wie so eine Analyse erfolgen kann, möchte ich anhand meines Gartens zeigen…

Makroklima

Unser Garten liegt im Südosten von München.

Das Klima in Bayern zeichnet sich durch milde Westwinde mit feuchten Luftmassen vom Atlantik, kalte Polarluft aus dem Norden, trockene kontinentale Luftmassen aus dem Osten und warme mediterrane Luft aus dem Süden aus. Das speziell im östlichen Bayern vorherrschende Kontinentalklima ist vor allem durch starke saisonale Temperaturschwankungen (heisse Sommer, sehr kalte und lange Winter) gekennzeichnet.

München im Speziellen hat nach einer in 2016 veröffentlichten Analyse die meisten Sonnenstunden, die höchste Regenmenge und die zweitmeisten Frosttage aller Großstädte in Deutschland. Unser Garten liegt etwa auf 540 Höhenmetern. Alle 100 Höhenmeter bedeuten eine Temperaturabnahme von ca. 0.65°C.

Gemäß Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten liegt unser Garten damit in der Klimazone USDA 6b. In der Klimazone USDA 6b hat es durchschnittlich Tiefsttemperaturen von -17,8 bis -20,6°C (entspricht -5 bis 0 °F).

Eine Deutschlandkarte bzgl. Klimazonen nach USDA findet sich hier.

Nach einem von Tobias W. Spanner entwickelten Klimaberechnungsmodell liegt unser Garten in der Winterhärtezone tF.

Foto: Winterhärtezonen Deutschland und mein Standort (rot) gem. T. Spanner

Der Boden im Münchner Raum ist lehmig, also eher nährstoffreich (ggü. Sandboden) und wasserspeichernd, was zu Staunässe und damit zu Wurzelfäule und im Winter zu tiefgreifendem Bodenfrost führen kann. Oftmals findet sich in geringer Tiefe kalkhaltiger Bauschutt, der den ph-Wert erhöht (alkalischer Bereich). Exoten wie z.B. Hanfpalmen mögen eher einen leicht sauren Boden.

Aktuell hat es bei uns im Garten 6.7°C bei 89% Luftfeuchtigkeit. Die heutige Höchsttemperatur betrug 8.7°C, die Tiefsttemperatur 6.7°C. Die heutige Niederschlagsmenge betrug 0.0mm.

Die Bedingungen sind also nicht die Besten. Trotzdem gibt es auch in diesen Gegenden einige „Verrückte“, die sich davon nicht abschrecken lassen und hier beispielsweise Palmen auspflanzen: palmenstandorte.de

Mikroklima

Im Sommer wird das Mikroklima maßgeblich durch die Sonnenstunden bestimmt:

  • alle westlich vom Haus platzierten Pflanzen bekommen durch das davor stehende Haus vormittags keine Sonne
  • alle auf der Westseite des Grundstücks platzierten Pflanzen stehen hinter einer Holzwand und bekommen deshalb nachmittags keine Sonne ab
  • alle auf der Ostseite des Grundstücks platzierten Pflanzen stehen hinter einer Holzwand und bekommen deshalb vormittags keine Sonne ab

Foto: Mikroklima Sommer

Im Winter wird das Mikroklima maßgeblich durch die strengen Nord-Ost-Winde bestimmt:

  • alle südlich vom Haus platzierten Pflanzen bekommen durch das davor stehende Haus keine Nordwinde ab
  • alle westlich vom Haus platzierten Pflanzen bekommen durch das davor stehende Haus keine Ostwinde ab
  • alle auf der Nordseite des Grundstücks platzierten Pflanzen stehen hinter einer Holzwand und bekommen deshalb keine Nordwinde ab
  • alle auf der Ostseite des Grundstücks platzierten Pflanzen stehen hinter einer Holzwand und bekommen deshalb keine Ostwinde ab
  • alle direkt am Haus platzierten Pflanzen bekommen Abwärme vom Haus ab

Foto: Mikroklima Winter

Aufgrund des Mikroklimas läßt sich für meinen Garten festhalten:

  • sonnenhungrige Pflanzen sind bei mir am Besten auf der Süd- und Nordseite aufgehoben, der Nordwesten ist ok, der Westen eher nicht
  • frostempfindliche Pflanzen sollten nicht im Nordwesten des Grundstücks stehen, wo sie schonungslos Nord- und Ostwinden ausgesetzt sind
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