freilandexoten.de > EXOTEN-KNOW HOW > Agaven + Palmlilien > Palmlilie: Pflege

Palmlilie: Pflege Yucca

Die meisten Palmlilien sind erschwerte Bedingungen in Form von langen Dürrephasen und Nährstoffmangel aus ihrer Heimat gewöhnt. Der Schutz vor Nässe (und Kälte) ist daher weitaus wichtiger als die richtige Pflege.

zur Gallerie (blaublättrige Palmlilie)
zur Gallerie (Kerzen-Palmlilie)

Allgemein

Palmlilien sind sehr anspuchslos und pflegefehlertolerant.

Düngung

Generell benötigen schnell-wachsende Pflanzen viele Nährstoffe, langsam-wachsende wenig. Ausgepflanzte Palmlilien benötigen daher normalerweise gar keine Düngung. Falls man trotzdem düngen will, sollte man Volldünger verwenden, idealerweise im NPK-Mischverhältnis 2-4-4 oder Vielfachen davon.

Bewässerung

Ausgepflanzte Palmlilien sollten nur in langen Trockenphasen mäßig bewässert werden. Staunässe (insbesondere im Winter) ist zwingend zu vermeiden. Bei andauerndem, starken Niederschlag benötigen die meisten Yuccas daher neben einer guten Drainage einen geeigneten Nässeschutz.

Schnitt

Abgestorbene, braune Blätter sowie der verblühte Blütenstand können am Ansatz entfernt werden.

Während das Entfernen abgestorbener Blätter bei den meisten Yucca-Arten rein optische Bewandnis hat, ist das Entfernen der Blätter bei anderen Arten (gloriosa, recurvifolia, …) durchaus ratsam, um die winterliche Fäulnis-Gefahr zu reduzieren.

Vermehrung

Die Vermehrung von Yuccas ist i.d.R. unkompliziert und sehr erfolgsversprechend.

Sehr einfach gelingt die vegetative Vermehrung durch Teilung der Yucca, sobald sich nach der Blüte neue Schösslinge gebildet haben. Einige stammbildende Yucca-Arten (gloriosa, recurvifolia, elata, …) bilden auch Wurzelausläufer, die man abtrennen und neu pflanzen kann. Der Schnitt sollte mit Kerzenwachs, Baumwachs oder Wundverschlussmittel versiegelt werden.

Alternativ bietet sich bei stammbildenden Yuccas die vegetative Vermehrung über Kopfstecklinge (= abgeschnittene Yucca-Köpfe) oder Stammschnittlinge (= Stammabschnitte ohne Kopf und Wurzel) an. Aufgrund der schlechten Nässeverträglichkeit von Yuccas ist eine Bewurzelung in Wasser nicht zu empfehlen. Die Bewurzelung sollte vielmehr durch direktes ‚Pflanzen‘ des Stammabschnitts – mit der richtigen Seite nach unten – in den Erdboden (ca. 10cm tief) erfolgen und dauert ca. 1-3 Monate. Im 1. Jahr muss der Stammabschnitt mit einer Stütze fixiert werden. Aufgrund der hohen Erfolgschancen werden im Handel oftmals ungewurzelte Stecklinge angeboten.

Die generative Vermehrung über Samen ist ebenfalls sehr unkompliziert. Nach etwa 2 Wochen keimen die meisten Samen bereits.


Kommentar verfassen

Aktuelle Umfrage

freilandexoten.de ist ...

Aktuelle Beiträge

Pflanzenphysiologie
Chinesische Hanfpalme: Nässeempfindlichkeit
Tipps für Exoten-Einsteiger
Platzhirsche versemmeln Digitalisierung
Gefahren durch Bodenfrost

Aktuelle Fotos

17-11-japanischer Blutfächerahorn 01 17-10-chinesische Hanfpalme 02 17-10-Clematis Carnaby 01 17-10-chinesische Dattel 01
Top