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Olivenbaum: Steckbrief Olea europaea

Der Olivenbaum, auch ‚echter Ölbaum‘ genannt, ist der Inbegriff des mediterranen Flairs. Sein knorriger Stamm, die silbrig anmutenden Blätter und seine leckeren Früchte machen ihn zu einem ganz besonderen Highlight im eigenen Garten…

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Systematik

Der Olivenbaum (Olea europaea) gehört zur Gattung der Ölbäume (Olea) in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Es gibt etwa 40 Arten und über 1000 Sorten. Bestimmte Sorten kommen nur lokal in einzelnen Dörfern vor.

Systematik Name
Domäne Lebewesen mit Zellkern (Eukaryoten)
Gruppe Taxon (Archaeplastida)
Reich Pflanzen (Plantae)
Abteilung Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Klasse Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Ordnung Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Herkunft / Verbreitung

Die Olive kommt im Mittelmeergebiet, im Nahen Osten und in Südafrika vor.

Eigenschaften

Wachstum

Der Olivenbaum wächst sehr langsam, erreicht aber, da er mehrere hundert Jahre alt werden kann, je nach Sorte Wuchshöhen bis 20m. Der älteste Olivenbaum der Welt befindet sich auf Kreta, ist ca. 4000 Jahre alt und von der Unesco als Kulturerbe ausgerufen worden.

Als Faustformel gilt: pro Jahr nimmt der Stammumfang ca. um 1cm zu. Im Umkehrschluss heißt das: ein Olivenbaum mit 50cm Stammumfang ist ca. 50 Jahre alt.

Frosthärte

In den rauen Gegenden Deutschlands mit angemessenem Schutzaufwand auspflanzbar gelten diese Olivensorten.

Habitus

Rhizom / Wurzelsystem / Meristem

Der Olivenbaum ist ein Flachwurzler mit bis zu 1m tiefen Wurzeln. Nur bei sehr lockerem Boden entwickelt der Olivenbaum vereinzelt bis zu 7m tiefe Wurzeln.

Stamm

Der Olivenbaum wächst als Baum oder Strauch. Die grüngraue, glatte Rinde wird im Alter zu einer knorrigen Borke. Der Stamm ist im Alter innen hohl + bekommt zahlreiche Vertiefungen + Verwachsungen.

Blätter

Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze. Der Blattstiel ist 2 bis 5mm lang. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, lanzettlich oder elliptisch, ledrig und schmal, bis 10cm lang und 2cm breit. Die Blattoberseite ist graugrün. Die Blattunterseite ist silbrig glänzend. Alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen.

Blüten

Abhängig vom Verbreitungsgebiet blühen Olivenbäume am diesjährigen Holz von Ende April bis Anfang Juni. Die Blütenstände bestehen jeweils aus bis zu 40 weißen oder gelben Blüten. Die Blüten sind zwittrig.

Früchte

Es gibt selbstfertile (selbstfruchtende) und selbststerile Olivensorten. Möchte man als Hobbygärtner Oliven ernten, empfiehlt sich eine selbstfertile Sorte wie beispielsweise ‚Arbequina‘.

Die Olivenfrucht ist eine einsamige, ellipsoide Steinfrucht mit einer Länge bis 4cm und einen Durchmesser bis 2cm. Oliven sind generell erst nach mehreren Wasserbädern, bei denen sie ihre Bitterstoffe verlieren, genießbar. Der Fruchtertrag schwankt in zweijährigem Rhythmus (sogenannte Alternanz). Am ertragreichsten ist ein Olivenbaum nach etwa 20 Jahren.

Es gibt Sorten, die eher für die Ölproduktion geeignet sind und solche, die als Tischoliven in den Handel kommen. Oliven sind generell zunächst grün und werden dann mit steigender Reife schwarz. Die Farbe der Oliven hat also nichts mit der Sorte zu tun. Schwarz geerntete Oliven sin weicher, haben ein milderes Aroma als grün geerntete Oliven und sind wesentlich kalorienreicher. Für viele Olivenöle werden grüne und (direkt nach dem Farbwechsel geerntete) schwarze Oliven gemischt.


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