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Olivenbaum: Pflege Olea europaea

Obwohl der Olivenbaum aus seiner Heimat ein anderes Klima gewohnt ist, ist er auch bei uns in den Sommermonaten ein pflegeleichter Gartenbewohner. Erscheint auch irgendwie logisch, wenn man sich vor Augen führt, dass Olivenbäume z.T. über 1000 Jahre alt werden. Um ein solches Alter zu erreichen, kann eine Pflanze nicht sonderlich anspruchsvoll sein.

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Allgemein

Olivenbäume sind sehr genügsam und entsprechend pflegeleicht. In der Vegetationsphase benötigt der Olivenbaum im Prinzip keine Aufmerksamkeit.

Düngung

Zur Düngung empfiehlt sich entweder ein Langzeitdünger (z.B. Kompost) im Frühling oder 2-wöchentlich ein Volldünger zwischen April und September.

Ende September empfiehlt sich ein mit Magnesium angereicherter Kali-Dünger. Dadurch verholzen die frischen Triebe schneller und sind im Winter widerstandsfähiger.

Bewässerung

In ihrer Heimat bekommen Olivebäume nicht viel Wasser. Auch bei uns kommen sie daher mit wenig Feuchtigkeit aus, freuen sich aber nach meiner Erfahrung sehr wohl – entgegen der weit verbreiteten Meinung – insbesondere während der heissen Sommermonate über eine ausgiebige und häufige Bewässerung. Junge Pflanzen benötigen aufgrund ihres noch kleinen Wurzelwerks in den ersten 2-3 Jahren auf alle Fälle etwas mehr Wasser. Gleiches gilt für Olivenbaumsorten mit verzehrbaren Früchten (wie z.B. ‚Manzanilla‘ oder ‚Gordal‘), die etwas mehr Wasser benötigen als Sorten, deren Früchte man zur Gewinnung von Olivenöl nutzt (wie z.B. ‚Hojiblanca‘ oder ‚Arbequina‘).

Schnitt

Der Olivenbaum bildet Blüten (und Früchte) am einjährigen Holz.

Der Erziehungsschnitt sollte daher zeitnah im Frühjahr (vor der Blüte) erfolgen, sobald kein Frost mehr droht. Dabei werden Seitentriebe soweit eingekürzt, dass sie etwas kürzer als der Haupttrieb sind. Die Seitentriebe sollten von oben nach unten in der Länge zunehmen, so dass sich eine Dreiecksform ergibt. Stehen Äste überkreuz, wird der schwächere Ast entfernt. Nach innen wachsende und dünne, unbelaubte Zweige werden ebenfalls entfernt.

Während der Vegetationsphase sollte regelmässig ein leichter Erhaltungsschnitt durchgeführt werden. Dabei werden Wassertriebe, ältere / stark verästelte / abgestorbene, erkrankte oder von Schädlingen befallene Zweige entfernt. Dadurch entsteht eine dichte Krone.

Vermehrung

Olivenbäume kann man vegetativ oder generativ vermehren.

Vegetativ bietet sich die Stecklings-Methode an. Idealerweise sucht man sich einen jungen, nicht-verholzten Trieb mit ein paar Augen aus, den man auf eine Länge von 5-10cm schräg (für bessere Wasseraufnahme des Stecklings) abschneidet. Die unteren Blätter werden entfernt. Der Steckling wird in einen mit Anzuchterde gefüllten, kleinen Pflanztopf mit lichtdurchlässiger Folienabdeckung gesetzt.

Die generative Vermehrung erfolgt über reife, frische Oliven. Das Fruchtfleisch wird entfernt. Daraufhin wird der Kern 1 Tag in lauwarmem Wasser eingeweicht, anschließend ca. 1cm tief in Anzuchterde gesetzt und auf eine Fensterbank gestellt. Das Keimen dauert mehrere Wochen.


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