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Eine typische Exotensaison

Beschränkt sich der Pflege-Aufwand bei einheimischen Pflanzen meist auf wenige Monate im Frühling und Sommer, so hält einen der Schutz- + Pflegeaufwand bei exotischen Pflanzen i.d.R. das ganze Jahr in Atem. Für manchen mag das abschreckend klingen, für mich ist es Teil der Leidenschaft, mich mit meinem Hobby ganzjährig auseinandersetzen zu dürfen…

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Winter

Als Exotengärtner ist der Winter i.d.R. die arbeitsintensivste Jahreszeit.

Ein adäquater Frost- + Nässeschutz der Pflanzen gegen die klimatischen Widrigkeiten unseres winterlichen Klimas erfordert während des Winters die gesamte Aufmerksamkeit und entsprechende Handlungsschnelligkeit bei Klimaveränderungen.

Während dieser Zeit studiere ich fast täglich die Wettervorhersagen, grübele, ob der Winterschutz für ein paar Tage geöffnet oder wieder geschlossen werden sollte und schaue immer mal wieder nach, wie es meinen Exoten geht.

Frühling

Ab Anfang März scharre ich mit den Füssen: soll ich die Schutzbauten jetzt dauerhaft abbauen oder lieber noch etwas warten? Meist halte ich es nicht lange aus, schon gar nicht bis zu den Eisheiligen, wie vielfach empfohlen. Mit Abbau der Schutzbauten kommt der erste Check, ob meine Exoten den Winter überlebt haben bzw. welche Schäden sie davon getragen haben.

Spätestens mit Erreichen der ominösen Grünlandtemperatur 200 (siehe auch: chronologische Klimadaten) legt der Garten dann richtig los und die Freude ist riesig, wenn sich erste Knospen, Blätter oder Blüten bilden oder z.B. die Wedel der Palmen oder Bananen kräftig schieben. Einige Exoten lassen sich dabei viel Zeit, Passionsblumen z.B., Hibiskus oder chinesische Dattel, Kakibäume oder auch Olivenbäume.

Der Frühling ist für mich durch unbändige Vorfreude gekennzeichnet, durch Ungeduld und täglich die kleinen Schritte nach vorne. Der Frühling ist die Zeit, wo man intensiv in Broschüren blättert und im Internet Ausschau hält nach neuen Pflanzen. Man lässt sich inspirieren und hat den Kopf voller planerischer Gedanken. Ich liebe den Frühling!

Sommer

Ist der Frühling der Weg, so ist der Sommer das Ziel.

Die Exoten stehen voll im Saft. Sie wachsen jetzt im Eiltempo. Jeden Tag genieße ich den Anblick meines Gartens. Wann immer es das Klima erlaubt, verbringe ich meine freie Zeit bis spät in die Nacht im Garten. Selbst die intensive Pflege während längerer Trockenphasen ist für mich eher Freude als Belastung.

Herbst

Der Pflegeaufwand sinkt und wird schließlich quasi eingestellt: bewässern + düngen ist nicht mehr erforderlich. Die Pflanzen wachsen langsamer. Das Blattgrün der laubabwerfenden Pflanzen wird farbig, bis die Blätter abfallen.

Viele mögen den Herbst. Ich nicht so. Für mich läutet er das Ende der Vegetationsphase ein. Das sommerliche Dauergrinsen weicht Stück für Stück einer betriebsam-hektischen Winter-Vorbereitungsphase: wie möchte ich im Winter meine Exoten schützen? Was benötige ich dazu für Material? Was habe ich bereits an vorhandenem Matrial? Ist das Material noch funktionstüchtig? Je nachdem, wieviele Exoten man ausgepflanzt hat, empfiehlt sich eine Materialliste, um den Überblick zu wahren.

Hoffentlich wird der Winter nicht so streng…


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