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Australischer Taschenfarn: Kauf + Auspflanzung Dicksonia antarctica

Der australische Baumfarn wächst extrem langsam. Entsprechend teuer sind Exemplare mit einem größeren Stamm. Da Baumfarne gerne auch als ‚wurzelloser‘ Stamm verkauft werden, stellt bei diesen Exemplaren die Auspflanzung eine besondere Herausforderung dar.

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Kauf

Sucht man die ganz günstige Variante, so werden gelegentlich wurzellose*, gesägte Baumstumpfe verkauft. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass man einen Baumstumpf kauft, wo nur das Wurzelende abgesägt ist, nicht aber die Wachstumsöffnung, da hier das lebensnotwendige Meristem (Wachstumszentrum / Herz) sitzt. Mit etwas Glück hat der Baumstumpf dann nach etwa 6 Monaten gewurzelt. Bis dahin muss der Baumstumpf in der Erde gut fixiert werden, damit er nicht umkippt.

Sucht man voll-durchwurzelte Exemplare, so zahlt man für 25cm Stamm ca. 50€, für 50cm Stamm ca. 100€ und für 100cm Stamm ca. 200€. Da der australische Baumfarn nur bedingt winterhart ist, ist die dauerhafte Auspflanzung riskant.

Da die Wedel nur sehr wenig Frost vertragen, werden in den Wintermonaten z.T. auch Baumfarne mit abgeschnittenen Wedeln verkauft. Die Wedel wachsen im Frühjahr aber sehr schnell nach.

* wurzellos ist nicht ganz korrekt, da der ‚Stamm‘ eigentlich kein Stamm ist, sondern ein Geflecht aus alten Blattstielen und oberirdischen Wurzeln

Auspflanzung

Allgemein

Gelegentlich liest man im Internet von Leuten, die ihren Baumfarn nicht in die Erde pflanzen, sondern auf einen abgestorbenen Baumfarnstumpf pfropfen (um so günstig an einen größer erscheinenden Baumfarn zu kommen) oder ihn einfach einbetonieren (kein Scherz!). Beiden Ansätzen liegt die falsche Annahme zugrunde, Baumfarne würden sich ausschließlich über die Wurzeln am Stamm versorgen, während die unterirdischen Wurzeln rein dem Halt des Farns dienen. Es mag sein, dass Baumfarne diese Experimente unter günstigen Umständen eine gewisse Zeit überleben, gesund gedeihen werden sie aber ziemlich sicher nicht.

Standort

Der australische Baumfarn sollte (insbesondere mittags / nachmittags) schattig / halbschattig und windgeschützt stehen. Bei direkter Sonneneinstrahlung können die Blätter verbrennen.

Nur wenige trauen sich, einen Baumfarn dauerhaft auszupflanzen. Alternativ bietet sich die Schale-in-Schale-Methode an, bei der der Baumfarn im Topf in einen minimal größeren Topf gesetzt wird, den man im Erdboden versenkt. So kann man – sobald es frostig wird – den inneren Topf samt Pflanze einfach herausheben und frostfrei in Haus, Garage o.ä. überwintern.

Zeitpunkt

Idealerweise pflanzt man den Baumfarn im Frühjahr aus, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, also frühestens Anfang April.

Pflanzloch

Da sich eine Drainageschicht für den Baumfarn empfiehlt, sollte man das Pflanzloch etwa doppelt so tief und breit wie den Wurzelballen machen.

Boden

Der Baumfarn bevorzugt einen leicht sauren, lockeren Boden, idealerweise zur besseren Durchlüftung mit Kies oder Blähton als Drainageschicht darunter.


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