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Agave: Winterschutz-Methoden Agave

Agaven findet man in unseren Breitengraden i.d.R. in Topfkultur. Dabei gibt es einige Agaven-Arten, die bei geschickter Standortwahl auch bei uns mit überschaubarem Aufwand dauerhaft ausgepflanzt werden können…

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Viele Agaven kommen mit unseren feuchten, strengen Wintern nicht zurecht. Besonders problematisch ist das typisch-mitteleropäische Wechselspiel aus Frost- + Tauwetter, wodurch immer wieder Feuchtigkeit in den Boden gelangt.

Dennoch gibt es einige Agaven-Arten, die extrem frosthart und auch relativ nässeunempfindlich sind (Exoten für die rauen Gegenden Deutschlands) und so für eine dauerhafte Auspflanzung in Mitteleuropa bedingt geeignet sind.

Kälteschutz

Die Kälteschutzmaßnahmen lassen sich folgendermaßen abstufen:

Leichter Kälteschutz besteht aus einem einfachen Wurzelschutz, bei dem der Boden um die Wurzeln mit Mulch, Laub o.ä. bedeckt werden.

Mittlerer Kälteschutz erweitert den leichten Schutz um eine Umhausung, auf alle Fälle atmungsaktiv und idealerweise lichtdurchlässig. Sobald es die Temperaturen zulassen, sollte man den Winterschutzes unbedingt ausgiebig lüften, um Pilz- + Schimmelgefahr zu vermeiden.

Starker Kälteschutz erweitert den leichten Schutz um eine Heizquelle, idealerweise über ein temperaturgesteuertes Heizkabel.

Nässeschutz

Um Pilzinfektionen vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Agavenblätter vor dem Winter prophylaktisch mit einem Breitband-Fungizid – also einem Pilzbekämpfungsmittel, welches gegen eine Vielzahl von Pilzen wirkt – zu besprühen.

Ein Nässeschutz sollte bei Agaven bereits sehr zeitig im Spätherbst installiert werden, damit die Pflanze mit einem sehr trockenen Boden in die ersten Frostnächte geht.

Die Nässeschutzmaßnahmen lassen sich folgendermaßen abstufen:

Leichter Nässeschutz ist durch geschickte Standortwahl erreichbar, z.B. unterhalb eines Dachvorsprungs, in Hauswandnähe oder hinter einer Wand, die die Agave Richtung Norden und Osten schützt.

Mittlerer Nässeschutz läßt sich durch Überdachung der Agave mit lichtdurchlässigem Glas, Plexiglas oder Doppelstegplatten realisieren. Alternativ kann man auch einen an einem Holzpflock befestigten Regentonnendeckel, Untertopf oder Regenschirm nutzen. Man sollte darauf achten, dass der Schutz starkem Wind standhält. An stürmischen Tagen kann man dem Schutz noch einen Vliessack überziehen. Bei mir hat sich bewährt, den Wurzelbereich um die Pflanze herum überdies mit wasserdichtem Material (Luftpolsterfolie, Plastikfolie, Müllsäcke) abzudecken.

Starker Nässeschutz lässt sich durch eine Umhausung realisieren.


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